Beleuchtungsdauer:
Wasserpflanzen und auch unsere Fische brauchen einen Tag-Nacht-Rhythmus, den man mit einer Zeitschaltuhr bequem regeln kann. Ingesamt sollte das Becken 10 bis maximal 12 Stunden beleuchtet werden.
Kommt es zu einem verstärkten Algenwuchs im Aquarium, (was in einem Cichlidenbecken durch zu wenig Pflanzen gut möglich ist) kann man mit der Dauer der Beleuchtung der Alge entgegenwirken. Zum einen kann kurzfristig die Beleuchtungsdauer verkürzt werden, oder man legt eine tägliche Lichtpause von drei bis vier Stunden ein.
Einige Aquarianer simulieren auch ein bis zwei "Gewittertage" in der Woche, damit es zu einem stärkeren Pflanzenwuchs kommt, indem sie das Aquarium kürzer oder schwächer beleuchten. Ob diese Dunkelphase den Pflanzenwuchs tatsächlich verstärkt bzw. beschleunigt ist noch nicht sicher.
Lichtmenge:
Wasserpflanzen haben sich in den Tropen an die Lichtverhältnisse angepasst, sie brauchen also auch in unserem Aquarium genügend Licht um zu wachsen. Die Lichtmenge ist auch abhängig von der Art der Pflanzen, die man pflegen möchte.
Neben den Ansprüchen der Pflanzen sollten allerdings auch die der Fische nicht zu kurz kommen. Eine zu starke Beleuchtung kann dazu führen, dass die Cichliden scheu werden und ihre prächtigen Farben nicht zeigen würden.
Lichtfarbe:
Für das menschliche Auge erscheinen Fische und Pflanzen am natürlichsten wenn sie von einem Licht beleuchtet werden, das ungefähr dem normalen Tageslicht entspricht. Werden mehrere Leuchtstofflampen verwendet sollten Röhren mit unterschiedlichen Lichtfarben benutzt werden.
Leuchtstoffröhren:
Leuchtstoffröhren sind stromsparend, haben eine gleichmäßige Lichtverteilung und sind mit variablen Lichtfarben einsetzbar. Die Brenndauer einer Leuchtstoffröhre beträgt etwa 5000 Stunden. Allerdings verliert sie nach einem halben Jahr 50% ihrer Leuchtkraft. Möchte man Pflanzen in seinem Becken halten, sollte die Leuchtstoffröhre nach einem halben Jahr ausgetauscht werden.
Die Leuchtkraft der Leuchtstofflampen richtet sich stark nach dem Reflektor. Gute Reflektoren sind im Fachhandel auch einzeln erhältlich.
Die Röhren und auch die Drosseln können gerade an warmen Sommertagen die Wassertemperatur stark erhöhen. Daher sollten Lüftungsschlitze nicht nur seitlich am Leuchtkasten vorhanden sein, sondern auch oberhalb im Leuchtkastendeckel. Die Drosseln findet man häufig noch in den Leuchtkästen. Diese sollten lieber im Aquariumschrank oder noch besser außerhalb angebracht werden. Lampenkästen diesbezüglich nachträglich zu ändern ist mit sehr viel Arbeit verbunden, deshalb sollte man beim Kauf eines Lampenkastens besser gleich auf diese Punkte achten.
Außerdem sollte man sich mit der Aquariumlänge an die genormten Röhrenlängen anpassen.
|
||||||||||||||||||||||||||||||
Quecksilberdampf-Lampen:
Quecksilberdampf-Lampen sind in der Anschaffung recht teuer, haben aber dafür eine sehr hohe Lichtausbeute und sind sehr wirtschaftlich. Die speziellen Glühbirnen (Brenner) brauchen erst nach drei Jahren ausgetauscht werden. Beim Einschalten glimmen diese Lampen nur, sie erreichen erst nach einigen Minuten ihre volle Leuchtkraft. Der Vorteil, die Fische erschrecken nicht durch plötzliche Helligkeit.
Da diese Lampen über dem Aquarium hängen, wird auch der Raum in dem das Becken steht stark mitbeleuchtet. Da Buntbarsche aus dem Becken springen, muss das Aquarium durch eine Glas- oder Kunststoffscheibe abgedeckt werden. Diese Scheibe reflektiert das Licht noch zusätzlich an die weiße Zimmerdecke. Fazit: Von einem gemütlichen Abend vor dem Aquarium kann nicht mehr die Rede sein.
Kommentar zur Seite schreiben:
(c) 2001-2006 africanfish.com
Letzte Änderung: 24.05.2005

