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Kurzbeschreibung

BOULENGER, 1898

Habitat: Geröll- und Felslitoral
Gruppe: Lamprologini
Größe: 10-13cm
  © Copyright by Thomas Triebe


Deutscher Name: Nanderbuntbarsch

Vorkommen: Die Art wird bei Kinyamkolo (Mpulungu), im Südosten des Tanganjikasees gefunden.

Geschlechtsunterschied: Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Deshalb ist eine Bestimmung des Geschlechts sehr schwer feststellbar. Bei älteren Männchen sind allerdings die After-, Bauch- und Rückenflossen etwas länger als bei den Weibchen vergleichbarer Größe.

Vergleicht man die Genitalpapille, kann auch der Geschlechtsunterschied bestimmt werden. Die Genitalöffnung des Männchens ist sehr klein und mit einem dreieckigen Hautlappen überdeckt. Das Weibchen hat eine sehr große Genitalöffnung, die zudem rund ist.

Adulte Männchen werden bis maximal 13cm groß. Die Weibchen bleiben kleiner und sind mit 8cm ausgewachsen.

Aquaristische Hinweise: Revierbildend; männliche Tiere sind manchmal recht streitsüchtig, ansonsten ist A. compressiceps ein ruhiger Vertreter, der nur wenig durchsetzungsfähig ist. Gut geeignet ist eine Vergesellschaftung mit Julidochromis- und Neolamprologus-Arten.

Das Aquarium sollte man so einrichten, dass mit Hilfe von Steinaufbauten eine Anzahl von Höhlen geschaffen wird, die zugleich eine Abgrenzung mehrerer Reviere erleichtert. Bei so einer Einrichtung des Beckens ist es auch Möglich ihn mit robusteren Tanganjikaseecichliden zu vergesellschaften. Das Aquarium kann bepflanzt werden, da selbst zarte Triebe der Pflanzen nicht angerührt werden. Allerdings sollte eine zu starke Bepflanzung vermieden werden, damit der Schwimmraum nicht zu stark beeinträchtigt wird. Als Bodengrund kann mittelgroben Flußsand verwendet werden.

Ernährung: Gut geeignet ist Frostfutter, wie weiße Mückenlarven, Mysis, Cyclops und Krill. Die Annahme von Flockenfutter kann von frisch importierten Exemplaren verweigert werden. Wasserflöhe werden gerne gefressen.

Zucht: Bisher nur selten gelungen. A. compressiceps ist ein Höhlenbrüter. Ein Gelege kann 50 bis 200 Eier umfassen. Das Weibchen hält sich in unmittelbarer Nähe der Brut auf. Das Männchen bewacht, bzw. verteidigt das Brutrevier sehr energisch. Die Larven sprengen nach ca. 3 Tagen ihre Eihüllen. Nach weiteren 5-7 Tagen schwimmen die sehr kleinen Jungfische frei und es kann mit der Fütterung begonnen werden. Artemia und oder zerriebenes Flockenfutter eignet sich als Aufzuchtfutter. Die Jungfische wachsen relativ langsam, sie haben häufig erst nach einem Jahr eine Länge von rund 5cm erreicht.

 



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