|
|
Vorkommen: Sein Typusfundort ist Mpala an der Küste Zaire. Anzutreffen ist dieser Sandcichlide in flacheren Stellen des Sees, sowie in bis zu 30 Metern Tiefe.
Besonderes: Neben Ctenochromis borei und anderen (darunter auch ein Cichlide aus dem Malawisee) verfügt C. pleurospilus über die erstaunliche Fähigkeit, sich Räubern oder Netzen zu entziehen, indem er sich, Kopf voran, im Sand vergräbt. Sie können einige Minuten vollkommen versteckt im Boden verharren. Dieses Verhalten ist jedoch von C. macrops und C. melanostigma nicht bekannt. Beim Eingraben in den Sand dreht sich C. pleurospilus um 90° um die eigene Körperlängsachse - er legt sich also quasi auf die Seite, ehe er im Boden verschwindet. Dabei vermag er sich dann so einzugraben, dass er schließlich mit einem Auge aus dem Sand herausschauen kann. Für die Aquarienpflege resultiert daraus, dass im Callocbromis-Aquarium nur feiner, gerundeter Sand als Bodengrund verwendet werden darf. Aufgrund der Probleme, Sandcichliden ohne große Beschädigungen zu fangen, und seiner Fähigkeit, sich den Netzen zu entziehen, ist C. pleurospilus nie ein häufiger Fisch auf dem Aquarienmarkt geworden, obwohl sich seine Pflege sicherlich lohnt.
Geschlechtsunterschied: Die farblich recht anspechenden Männchen erreichen eine Gesamtlänge von etwa 12cm, die einheitlich silbergrauen Weibchen bleiben etwa 2cm kleiner.
Aquaristische Hinweise: Für eine artgerechte Haltung muss das Aquarium über eine ausgedehnte Sandfläche verfügen. Der Bodengrund sollte, wie schon unter Besonderes genannt aus feinen gerundeten bestehen. Mit einigen größeren Steinen kann man Reviergrenzen schaffen. Das Becken kann bepflanzt werden, da diese unbehelligt bleiben. Das Aquarium sollte mindestens 240 Liter fassen, bzw. ein Grundfläche von 120 x 50cm haben. Dieser polygame Cichlide sollte unbedingt in einer Gruppe gehalten werden. Zu empfehlen ist dort ein Männchen mit etwa 3 bis 5 Weibchen.
Callochromis pleurospilus lässt sich gut mit anderen Buntbarschen vergesellschaften. Am idealsten kommt hier Cyathopharynx furcifer, Cyprichromis leptosoma, Ctenochromis horii oder Ophthalmotilapia ventralis in Betracht. Wenn das Aquarium eine kleine Felsenzone aufweist, können kleine Lamprologini-Arten den Beckenbesatz ergänzen. Auch durchsetzungsfähige Arten wie Xenotilapia flavipinnis und Xenotilapia papilio kann man mit ihm vergesellschaften. Vorraussetzung ist in diesem Fall aber ein größeres Becken. Eine Vergesellschaftung mit den Gattungen Petrochromis und Tropheus ist nicht zu empfehlen, diese Arten sind zu robust.
Ernährung: Ballaststoffreiches Futter wie Spirulina Flocken oder -Pellets sind das Ideale Futter für diese Art. Als Zusatzfutter sind Artemianauplien, Krill, Mysis, weiße und schwarze Mückenlarven, Cyclops und Wasserflöhe eine gute Ergänzung
Zucht: Insbesondere die Männchen zeigen eine starke innerartliche Aggression. Andere Männchen werden unter Umständen durchs ganze Aquarium gejagt. Die Weibchen haben da, auch wenn sie ab und an durchs Becken getrieben werben, ein etwas leichteres Leben. Daher, wie oben schon beschrieben, lieber nur ein Männchen mit mehreren Weibchen in einem Becken halten.
Im Gegensatz zu den größeren Cichliden seiner Art, baut C. pleurospilus nur sehr kleine Mulden in den Sand. Oft werden sogar nur leichte Vertiefungen im Sand für die Brutpflege benutzt.
Callochromis-Arten sind Maulbrüter im weiblichen Geschlecht. Das Weibchen legt mehrere Eier auf den Sandboden und nimmt diese anschließend sofort ins Maul. Das Männchen stellt sich nun Quer vor das Weibchen und zeigt den farbigen Saum in der Afterflosse. Während das Weibchen danach schnappt, gibt das Männchen seinen Samen ab. Die Maulbrutpflege dauert etwa 18 bis 20 Tage. Die Jungen können in den ersten Tagen gut mit Spirulina Flockenfutter gefüttert werden. Später ist auch eine weitere Zufütterung mit Artemia möglich.
(c) 2001-2006 africanfish.com
Letzte Änderung: 23.10.2005


