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Jeder Aquarianer steht bei der Einrichtung eines neuen Beckens vor dem Problem der Rückwandgestaltung. Die wohl schönste Art eine Rückwand kostengünstig zu gestalten wird hier vorgestellt.




Eine Aquarienrückwand aus Styropor, PU-Schaum und Aquarienmörtel.

 

Die Bauanleitung
Das Aquarium in diesem Beispiel ist 150 cm lang, 80 cm tief und 60 cm hoch.

 

Im ersten Schritt werden die Styroporstücke entsprechend zugeschnitten, mit dem Heißluftfön bearbeitet und mit Aquariensilikon an die Rück- und Seitenscheiben des Aquariums geklebt.




Dabei kann man die Styroporplatten schon zwischendurch mit PU-Schaum befestigen.




Wenn man Höhlen einbauen will, kann man die Styroporstücke auf der Hinterseite mit dem Heißluftfön aushöhlen und jeweils oben und unten eine Öffnung ausschneiden.




Auf der Vorderseite wird die Struktur mit dem Heißluftfön gestaltet. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass das Styropor eine feste Oberfläche bekommt und später mit dem Mörtel besser bearbeitet werden kann.




Die Styroporplatte mit Höhle wird nun mit Silikon an die Aquarienscheibe geklebt. Achtung - wenn man mal einen Fisch aus einem solchen Aquarium fangen will, sollte man im unteren Drittel des Aquariums keine Höhlen anbringen, auf jeden Fall sollte die größte Höhlenöffnung immer unten sein. Nur dann ist es möglich durch absenken des Wasserstandes alle Fische zu erwischen!




Nach und nach füllt sich das Becken. Jetzt sollten wir dem Silikon einen Tag Zeit zum aushärten geben.




Wenn das Styropor festgeklebt ist, können die Leerräume mit PU-Schaum gefüllt werden, das verleit unserer Rückwand erst die richtige Festigkeit!




Nachdem der Schaum etwa zwei Tage ausgehärtet ist, muss er etwas aufgeraut werden, damit der Aquarienmörtel besser haftet.




Die Technik lässt sich mit dieser Methode prima verstecken. Oben rechts Filterauslauf, unten links der Ansaugkorb des Filters.




Der Aquarienmörtel wird angerührt. Beim ersten und zweiten Arbeitsgang ca. 2 Teile feiner Sand (Quarzsand) und 1 Teil Mörtel. Mit Wasser so anrühren, dass der Mörtel modellierbar ist.




Der Mörtel wird nun nach und nach aufgetragen. Beim 1. Arbeitsgang ist es nicht wichtig, dass alle Styropor- und Schaumflächen bedeckt sind. Hauptsache es ist mal was drauf!




Noch ist nicht alles mit Mörtel bedeckt, aber das kommt im zweiten Arbeitsgang. Der Mörtel sollte jetzt einen Tag trocknen.




Selbst nach dem zweiten Mörtelauftrag ist nicht alles bedeckt.




Im letzten Arbeitsgang wird eine zähflüssige Mörtelmilch ohne oder mit ganz wenig Sand angerührt. Man könnte in diesen Anstrich auch Farbe einbringen. Mit einem Pinsel werden alle Flächen kräftig damit eingerieben. Das schafft eine relativ glatte Oberfläche und bedeckt die noch sichtbaren Schaum- und Styroporstellen.




Dieser Vorgang wird zwei bis dreimal wiederholt, jeweils mit mehrstündiger Trockenpause.




Nach einer Trockenpause von drei Tagen wird die Rückwand gründlich gewässert. Erste Füllung ein Tag. Zweite Füllung zwei Tage.




Fertig!

Einige Fotos aus diesem Aquarium einige Monate nach Inbetriebnahme können Sie unten sehen. Viel Spaß beim Nachbauen!











 

Dieser Bericht wurde von Robert Bröhl zur Verfügung gestellt. Alle Texte und Bilder unterliegen seinem Copyright. Besuchen Sie auch seine Website Aquarieneinrichtung.net

 

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(c) 2001-2006 africanfish.com Letzte Änderung: 24.05.2005