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An einem Freitag Nachmittag im Mai wurde zusammen mit meinem Bruder Stefan die Bodenplatte gegossen und am nächsten Morgen die Seitenwände. Als Beton verwendete ich feinen Kies mit einer Körnung von bis zu 20 mm. Der Boden hatte schon etwas abgebunden und man konnte ihn bedenkenlos betreten. Außerdem konnte der Beton der Seitenwände nicht nach unten durchrutschen. Hierbei halfen noch zwei Freunde. Einer mischte den Beton, einer transportierte ihn in den Keller, einer schüttete ihn in die Verschalung und der vierte verfestigte den Beton, indem er ihn mit einer Dachlatte ständig stampfte.

 



Zeichnung 5

Dabei erwies sich die geteilte Verschalung als äußerst sinnvoll, da man recht gut den Beton einfüllen konnte und auch beim stampfen sah, was man machte und wo es noch Lücken auszufüllen gab.

Nach drei Tagen entfernte ich die Verschalung und entschärfte die rechtwinkligen Ecken am Beckenboden, indem ich dort noch eine Hohlkehle einbetonierte (siehe Zeichnung 5).

In die vordere rechte Ecke wurde noch ein ca. 40 cm hoher Sockel einbetoniert. Hier wollte ich später eine Pflanzenecke gestalten. Der Grund darin bestand hier später nicht so viel Kies aufschütten zu müssen, den die Barsche sowieso wieder auseinander getragen hätten.

Nach einer Trocknungszeit von 4 Wochen wurde die Betonwanne mit Dichtschlämme der Firma Dyckerhoff – da gibt es spezielle Dichtschlämme die im Bereich der Lebensmittellagerung eingesetzt wird – ausgeschlämmt und nach weiteren 4 Wochen mit Kautschukfarbe gestrichen. Hier gibt es verschiedene Anbieter, jedoch ist darauf zu achten, dass die Farbe auch für Fischteiche geeignet ist. Leider habe ich die Farbe nur in den Farben grün oder blau bekommen. Da ich davon ausgegangen bin, dass das Aquarium irgendwann veralgen wird und man die Farbe dann eh nicht mehr sieht, war es mir aber egal.

Jetzt nach zwei Jahren Laufzeit hält sich die Veralgung aber immer noch in Grenzen und die Farbe scheint zwischen den Steinaufbauten immer noch durch. Da sollte man beim Einrichten drauf achten, und diese Spalten mit kleineren Steinen kaschieren.

 



Einblick ins Aquarium

Schwarzes aquariengeeignetes Silikon an diesen Stellen an die Rückwände geschmiert geht aber auch. Ist nur teurer. Ich habe die größeren und auffälligeren Lücken später mit Anubias und Microsorium bepflanzt. Beim streichen sollte man auf sehr gute Belüftung achten. Bei mir hat die Farbe zu starken Kopfschmerzen geführt, weil ich die Warnhinweise auf der Dose nicht beachtet habe. Die Farbe habe ich dann ebenfalls vier Wochen trocknen und aushärten lassen.

Im August wurde die gesamte Elektrik installiert. Für die Strömungspumpen wurden oberhalb des Aquariums Steckdosen montiert, die über mehrere Zeitschaltuhren gesteuert werden. Damit erreiche ich 1. verschiedene Strömungen zu unterschiedlichen Zeiten und 2. befinden sich einige der Pumpen in der hinteren Ecke und sind nicht ohne weiteres zu erreichen. Ich kann sie daher bei Reinigungsarbeiten von außen Stromlos machen und gefahrlos ins Aquarium gelangen. Auch wurde ein Hygrostat in die hintere Ecke gesetzt. Es regelt die Luftfeuchtigkeit oberhalb des Aquariums. Das Hygrostat ist auf 65 % Luftfeuchte eingestellt. Wird der Wert überschritten, wird ein Ventilator eingeschaltet, der die feuchte Luft über ein Rohrsystem nach außen leitet. Dadurch verhindere ich zu hohe Luftfeuchtigkeit, die die Holzverkleidungen und das Mauerwerk im Keller schädigen würde.

Mit der Beleuchtung wollte ich auch versuchen sparsam umzugehen. Ich installierte zwei Leuchtstoffröhren je 38 Watt (1x Gro Lux und 1x Aqua Glo) und drei Punktstrahler mit je 23 Watt Sparbirnen. Bis heute habe ich diesen Entschluss noch nicht bereut. Das Aquarium ist ausreichend ausgeleuchtet, die Pflanzen wachsen (Cryptocorynen stehen unter den Strahlern und Anubias und Microsorium sind nicht sehr lichtbedürftig) und die Fische zeigen ihre herrlichsten Farben. Die Beleuchtungszeit beträgt 13 Stunden für die Sparlampen und 12 Stunden für die Leuchtstoffröhren.

 


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