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Im See findet man Tropheus überall entlang der Küstengebiete, solange gewisse Voraussetzungen gegeben sind: genügend Geröll und ausreichend starkes Sonnenlicht für den Aufwuchs, der von den Steinen abgeweidet wird, wobei die bevorzugten Wassertiefen von Art zu Art variieren.

 

  © Copyright by Thomas Triebe

 

Gelegentlich werden Tropheus aber auch in der Übergangszone zwischen Sand und Geröll angetroffen. Man wird sie jedoch nie in tieferen Wasserregionen, reinen Sandzonen, Flussmündungen und den Pflanzengebieten beobachten können, was die Artvermischung verhindert. Aufgrund dieser Tatsachen kann man jetzt schon einiges über die optimale Pflege von Tropheus schließen. Kommen wir also zur Haltung im Aquarium, welche sich als relativ unkompliziert erweist.

 

Wasserbeschaffenheit

Tropheus lieben sauberes und sauerstoffreiches Wasser, was eine sehr gute Filterung voraussetzt. Filterbecken, Hamburger Mattenfilter, eingeklebte 3-Kammer-Filter oder sehr großzügig dimensionierte Topffilter in Verbindung mit einer Strömungspumpe mit Filterkorb (mind. 3fache Umwälzung des Beckeninhalts pro Stunde) haben sich alle bewährt. Welcher Filter für sich der beste ist, muss jeder selber entscheiden. Sie haben alle Vor- und Nachteile.

Auch dem wöchentlichen Teilwasserwechsel – dies entspricht je nach Besatzdichte und Filterung 30-50% – sollte große Beachtung geschenkt werden, da auch er für das Wohlbefinden der Fische sehr wichtig ist.

Die chemischen Werte sollten so nah wie möglich an die des Tanganjikasees herankommen, aber auch niedrigere Werte werden gut vertragen. Der pH-Wert sollte mind. 7,5 und die Karbonathärte (kH) mindestens 8 betragen. Die Gesamthärte (GH) spielt nur eine untergeordnete Rolle. Dass NO2 nicht nachweisbar sein sollte, dürfte jedem klar sein. Der NO3 Wert wird durch den wöchentlichen Teilwasserwechsel gering gehalten. Die Temperatur sollte zwischen 25°C und 27°C liegen. Auch eine prophylaktische Salzzugabe (jodfrei; 1-2 EL auf 100 Liter) hat sich als vorteilhaft erwiesen und lässt Verletzungen schneller heilen.

Zusätzliche Mittel zur Wasseraufbereitung sind nur nötig, wenn das Wasser zu viel Chlor und Schwermetalle (durch Kupferleitungen) enthält.

 

Beckeneinrichtung

Hier gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten ein Aquarium für Tropheus einzurichten:

  1. Becken, die nur mit einem großen Felsen und einer oder mehreren schräg gestellten Platte eingerichtet sind.
  2. Becken, die mit vielen Felsen und Gesteinsplatten dekoriert sind.

 

Nummer 1 hat mit einer artgerechter Haltung nicht viel zu tun und wird überwiegend in Züchterkreisen angewendet. Diese genannte Beckeneinrichtung senkt die innerartlichen Aggressionen – eine zu starke Revierbildung wird hier verhindert – und erleichtert das herausfangen trächtiger Weibchen.

Nummer 2 kommt dem natürlichen Lebensraum schon näher und sollte von jedem angestrebt werden, welcher nicht züchten möchte. Auch hier lässt sich noch genügend Schwimmraum durch gute Strukturierung schaffen. Am Boden befinden sich einige Versteckplätze durch kleinere Gesteinsbrocken und die Freiwasserzone ist durch Platten mit großer Oberfläche strukturiert, welche als Sichtbarrieren dienen und unterdrückten Tieren Ruhephasen verschaffen.

 

  © Copyright by Dirk Lehmann

Tropheus brichardi "Ujiji" ist ein ruhiger Geselle unter den Tropheus.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich südlich von Kigoma bis wenige Kilometer südlich von Ujiji. Diese Variante wurde auch als "Katonga Moorii" eingeführt.

 

Bodengrund

Als Bodengrund hat sich eine dünne (1-3cm) Sandschicht bewährt. Der Kot kann nicht, wie es bei grobem Kies der Fall ist, in die Zwischenräume gelangen und das Wasser belasten. Durch die relativ starke Strömung wird er sofort in Richtung Filter befördert und verarbeitet.

Außerdem wird er sehr gerne von den Tropheus nach Futterresten durchgekaut. Ob die Sandaufnahme verdauungsfördernd ist wurde noch nicht eindeutig geklärt.

 

Pflanzen

Die Bepflanzung mit robusten Arten (Vallisneria, Anubias, Microsorium, Crinum, Cryptocoryne, Bolbitis) ist auch in Tropheusbecken gut möglich, solange genügend ballaststoffreiche Kost verabreicht wird.

 

Dieser Bericht wurde von Marc Rogge zur Verfügung gestellt. Mehr über Tropheus erfahren Sie auf seiner Internetpräsenz.

 

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(c) 2001-2006 africanfish.com Letzte Änderung: 24.05.2005